Komm mit in den Küchengarten!

Tiroli besucht Gemüsegärtnerin Tanja

Tiroli war zu Besuch bei Tanja am Hattingerberg.
Sie hat einen riesengroßen Küchengarten mit ganz viel Gemüse und Kräutern. An diesem Tag hat Tiroli fleißig mitgearbeitet und einiges entdeckt.

                                                                                                                                                                Fotonachweis: Kary Wilhelm 2018

Tanja gärtnert mit der Natur. Das bedeutet, sie schaut auf möglichst viel Vielfalt und auf ihre Gartenhelfer wie Erdwürmer und Marienkäfer. Ende Mai blüht der ganze Garten: Wiesenkräuter und Wiesenblumen, aber auch viele Pflanzen. Bienen und Co lieben die gelben Blüten von Blattsenf aus Asien. Dank der Bienen werden aus den Blüten Samenkapseln, die Tanja erntet, damit sie die Samen später aussäen kann.

Tiroli hat gestaunt über die vielen verschiedenen Sorten im Tanjas Küchengarten. Es gibt über 400!
Allein beim Salat zählte er über 15 Sorten. Die roten Blätter fand er besonders schön. Er half
dabei, winzige Zwiebelpflänzchen zwischen dem Salat zu setzen. Tanja erklärte, dass das
eine gute „Mischkultur“ ist. Das bedeutet, Salat und Zwiebeln sind gute Nachbarn und schauen aufeinander. Nachdem der Salat abgeerntet ist, bekommen dann die Zwiebeln mehr Platz, um groß zu werden.

Auch im geschützten Gartenbereich war viel los. Tomaten wachsen bei Tanja im Freien, aber auch in einem „Folientunnel“. Das ist  wie ein angenehmer Raum für Pflanzen, die es warm mögen, wie Tomaten und Paprika, Basilikum und Thymian. Diese Pflanzen fühlen sich wohl miteinander. Die Tomaten bekommen sogar eine Schnur, die sie stützt, damit sie die schweren Früchte im Hochsommer gut halten können. 

Tomaten und Co. sind aber auch hungrig, und so bekamen sie eine ordentliche Portion Kompost. Das war aber harte Arbeit: Schaufel für Schaufel die Schubkarre füllenzu den Pflanzen bringen und austeilen. Tiroli fand es lustig, in der Schubkarre mitzufahren. Tanja nennt Kompost „braunes Gold“, weil er so wertvoll ist. Aus Gartenabfall, kleinen Zweigen, Heu, Stroh und Mist wird eine dunkelbraune Erde, die voller Nährstoffe für Pflanzen ist. So kann sie ihr Gemüse gut versorgen und braucht kein anderes Düngemittel. Auch die Erdwürmer und ganz viele andere unsichtbare Lebewesen in der Erde naschen gerne am Kompost und fördern die Gesundheit des Bodens und der Pflanzen.

Es machte auch Spaß, auf die Gitter im Garten zu steigen. Tanja nützt Gitter für Pflanzen, die gerne klettern, wie Erbsen und Gurken, und für Pflanzen, die Stütze brauchen, wie Tomaten. Im Frühsommer wachsen Erbsen ganz hoch hinauf. Wenn man genau hinschaut, findet man hier und da die ersten Erbsenschoten. Im Juni sind sie reif für die Ernte. Tiroli hat herausgefunden, dass die weißen Blüten auch wie Erbsen schmecken.

Auch weiß und ganz lang waren die Radieschen, die er mit Tanja aus der Erde zog. Diese Sorte heißt „Eiszapfen“ und schaut tatsächlich so aus. Manche haben recht lustige Formen. Das passiert, wenn ein Stein im Weg ist. So wachsen die Wurzeln rund um den Stein herum. Frisch geerntete Radieschen sind übrigens ordentlich saftig und scharf.

Den ganzen Tag sagte Tanja: „Schau, Tiroli!“, und zeigte auf Marienkäfer, Hummeln, Erdspinnen, Käfer aller Art, Schwebefliegen und vieles mehr. Honigbienen lieben die lila Blüten vom Schnittlauch. Erdwürmer kamen oft an die Oberfläche, während Tanja arbeitete. Ob sie begrüßten oder von der Gartenarbeit irritiert waren? Tiroli winkte jedenfalls jedem Einzelnen zu.


 Fotonachweis aller Bilder mit Tiroli: Tanja Westfall-Greiter

Wusstest du, dass ... 

... in einem Teelöffel gesunder Erde Millionen von Lebewesen sind? Der Boden ist ein eigenes Ökosystem voller Mikroorganismen (also winzig klein), die man nur mit dem Mikroskop sehen kann. Sie bilden kleine unterirdische Städte
und arbeiten miteinander und mit den Wurzeln der Pflanzen, damit alle gesund bleiben. Deshalb gräbt Tanja nie um. Ihr Gemüse ist natürlich gesund und das bedeutet schmackhaft und lang haltbar. Sie schätzt die gesunde Erde in ihrem
Küchengarten und sagt immer: „Auf das Bodenleben kommt es an!“

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