Das Erinnerungsspiel

Eine Geschichte aus TIROLIs Welt

Heute kann es Magdalena gar nicht erwarten, ihre Freundin Sarah zu treffen. Nachdem sie von der Schule heimgekommen ist, wählt sie als Erstes ihre Telefonnummer und sprudelt dann gleich los: „Du, Sarah, am Faschingsdienstag wird es eine Party in der Schule geben, ein richtiges Faschingsfest! Die Mütter vom Elternverein werden Kaffee, Kuchen und Saft verkaufen, und stell dir vor, wir dürfen am Nachmittag auch Freunde einladen! Kommst eh, gell?“ Als Sarah endlich antworten kann, freut sie sich: „Ja, gerne komm ich und TIROLI wird wohl auch mitmachen?“

Am Samstag sitzen die Drei zusammen und überlegen, wie sie sich für das Faschingsfest maskieren könnten. „Also, eines ist der Frau Direktor wichtig: sie will bei dem Fest keine Spielzeugpistolen oder so was Ähnliches sehen. Wir sollen uns etwas Besseres einfallen lassen, hat sie gemeint.“ Magdalena schmunzelt ein bisschen bei dem Gedanken daran, wie ratlos die Buben waren, weil sie nicht als Cowboys und Indianer zum Fest kommen dürfen.
TIROLI hat schon bald eine Idee und meint zu den beiden: „Könnt ihr euch noch an den Film erinnern, den wir letztes Jahr im Herbst gesehen haben? Wie hieß doch noch gleich diese vergessliche Fischdame?“

„Findet Dorie!“ rufen die zwei Mädchen wie aus einem Mund. „Meinst du, wir sollen uns als Fische verkleiden?“
„Ich bin dann Nemo!“, legt sich Sarah gleich fest. „Magst du Dorie sein, Magdalena?“ TIROLI entscheidet sich dafür, den roten Tintenfisch Hank zu verkörpern und schon kichern und planen, zeichnen und malen die drei Freunde und sind vollkommen vom Faschingsfieber erfasst.

Der kleine Benno aus der Nachbarwohnung kommt vorbei und findet die bunten Fische wunderschön. „Ich hole mein Angelspiel“, ruft er und schon bald kommt er mit seinem Magnetangelspiel zurückgeflitzt.
„Benno“, überlegt Sarah nach einer Weile, „würdest du uns deine Magnetangeln bitte für das Faschingsfest leihen? Ich habe mir gerade ein Fragespiel ausgedacht.“

Am Faschingsdienstag wird die lustige Findet-Dorie-Gruppe in ihren bunten Kostümen sehr bewundert und noch mehr freuen sich alle, dass Magdalena und ihre Freunde auch eine Überraschung mitbringen. In einer großen blauen Schüssel liegen viele bunte Post-its, an denen jeweils eine Büroklammer aus Metall steckt. Auf die Zettelchen haben die Kinder Fragen geschrieben wie: „Weißt du noch, welches Faschingskostüm du vor zwei Jahren hattest?“ oder „Hast du dich als kleines Kind vor den Hexen gefürchtet?“ oder „Kannst du dich noch an deinen ersten Faschingsauftritt erinnern?“

Jeder, der 50 Cent zahlt, darf sich mit der Magnetangel ein Post-it herausholen. Besonders die älteren Besucher zahlen auch noch ein zweites oder drittes Mal, weil sie gerne miteinander ihre Erinnerungen austauschen.
Als es Abend wird, sind die drei Freunde müde aber glücklich und haben viele 50 Cent Münzen gesammelt. „Mit dem Geld können wir ja gleich wieder ins Kino gehen!“, lacht TIROLI.