Im Schwimmbad

Eine Geschichte aus TIROLIs Welt

„Fünf Tage lang hat es nun geregnet, aber morgen soll es endlich richtig warm werden“, freut sich TIROLI. „Genau, bis zu 30 Grad! Haben sie grad im Radio angekündigt“, weiß Elena. Simon und Stephan haben mitgehört und reden jetzt beide gleichzeitig: „Endlich können wir schauen, was sie im Schwimmbad neu umgebaut haben.“ Sie stellen sich schon vor, wie lustig der Badetag morgen mit Elena und TIROLI werden wird.

Am nächsten Morgen sind die vier Freunde beinahe die ersten im Schwimmbad und stürmen gleich zu ihrem Lieblingsplatz. „Langsam gehen! Nicht laufen!“, ruft ihnen Hubert, der Bademeister, hinterher. Stimmt, die Bodenplatten sind oft rutschig, besonders wenn man mit nassen Füßen drüber läuft.

Gegen Mittag wird es tatsächlich sehr heiß. Nachdem alle vier ihre mitgebrachte Jause gegessen haben, stellen sie sich beim Kiosk an. Elena und TIROLI kaufen je eine Kugel Schokoladeneis, Stefan probiert eine Kugel Vanilleeis und Simon wählt, wie immer, sein geliebtes Erdbeer-Stieleis. Er ist ein Genießer, packt das Eis ganz langsam aus und hat noch kaum angefangen zu schlecken, als Stephan sein Eis schon verputzt hat und weiterdrängt.

„Ich weiß  eine Abkürzung zu unserem Platz“, ruft er und schiebt Elena schnell voraus, bei den Garderoben vorbei und … BUMMS! Elena schreit auf, lässt ihr Schokoladeneis fallen und stürzt selbst auch gleich hin. Sie ist gegen die neue Glastür geprallt. „Die …, die sieht man ja gar nicht! Diese blöde Tür war letztes Jahr noch nicht da!“ Stephan steht ganz geschockt neben Elena. Gut, dass TIROLI und Simon jetzt auch schon da sind. „Au, mein Kopf tut weh!“ Auf Elenas Stirn bildet sich schon eine blau-rote Beule. „Wir brauchen etwas Kaltes“, ruft TIROLI und schaut dabei Simon an, der immer noch sein Erdbeer-Stieleis in der Hand hält. „Das ist ganz fein“, murmelt Elena als Simon ihr das Eis auf die Stirn drückt. Stephan bereut es, dass er sein Eis so schnell gegessen hat. Sonst könnte er jetzt derjenige sein, der Elena hilft und tröstet.

Langsam schmilzt das Erdbeereis auf Elenas Beule, und rote Saftschlieren rinnen über ihre Wangen. „Du meine Güte!“, ruft der Bademeister, als er das Mädchen mit verschmiertem Gesicht am Boden liegen sieht. Aber da rappelt sich Elena schon auf. „Das ist nur Eis“, lacht sie, „jetzt geh ich duschen und dann kaufen wir zusammen ein neues Eis, gell Simon?“