Obstbau Ligges

"Über Rosen lässt sich dichten, in einen Apfel muss man beißen." J.W. von Goethe

Unser Paradies? Im Apfelgarten! 🍎 🍏 

Als Obstbauern leben Wulf und Angelika Ligges von und mit der Natur. Ihre saftigen Schätze gedeihen auf den fruchtbaren Böden in Flaurling und können im eigenen Hofladen verkostet und erworben werden. Was man definitiv herausschmeckt: die unzähligen Arbeitsstunden in den Apfelgärten, die Leidenschaft für das Family Business und überhaupt: die Liebe zum ehrlichen Produkt. 

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© AMT/Steinlechner.

Rund fünf Hektar, umgerechnet sieben Fußballfelder, umfassen die drei Obstanlagen von Familie Ligges insgesamt. Platz genug für 15.000 Apfelbäume, die 15 unterschiedliche Apfelsorten tragen. Auch Williams-Birnen und Zwetschken gelangen in den warmen Tagen und kühlen Nächte des sommerlichen Nordtiroler Klimas zur optimalen Reife. Ein leichter Job also, bei dem man nur den Früchten beim Wachsen zusieht? Wulf Ligges lacht. Wie viel Einsatz, Geduld und Fingerspitzengefühl es tatsächlich braucht, um das Lieblingsobst der Deutschen und Österreicher anzubauen, wird sich beim Besuch in Flaurling bald herausstellen ...

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Begehrte Vitaminbomben

Wenn der stolze Familienvater durch die Anlage streift und von seinen Apfelsorten schwärmt, spürt man eine besondere Verbundenheit. Gala, Jonagold, Elstar, Topaz, Pinova, Rubinette oder Mariella heißen seine „Mädels“, divenhaft die einen, robust die anderen, und allesamt zum Anbeißen knackig, wenn sie von der Blüte zur Genussreife begleitet worden sind. Auch aufwändige Sorten wie Boskoop, die im Supermarkt kaum noch zu finden sind, dürfen auf den sonnigen Hängen von Flaurling wachsen. „Da wir unsere Äpfel selbst vermarkten, kann ich mir solche Spielereien leisten. Unsere Kunden freuen sich über die seltene Vielfalt“, erzählt Wulf, der den Familienbetrieb seit 2005 leitet. Als studierter Mediendesigner und ausgebildeter Obstbaufacharbeiter mit Meistertitel ist Wulf für diese Aufgabe bestens gerüstet. Langeweile kennt er nur vom Hörensagen. „Es gibt ständig etwas zu tun und auch zu verbessern. Wir müssen uns immer wieder auf neue Trends im Kundenverhalten, auf Schädlinge und natürlich auf das Wetter einstellen.“

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Kein Smalltalk

Dass bei Familie Ligges auffallend oft übers Wetter geredet wird, ist nämlich kein Zeichen von Oberflächlichkeit. Vielmehr existenzielle Notwendigkeit, denn der Obstbau ist ein sensibles Geschäft. Ein einziges Unwetter kann die gesamte Ernte zunichtemachen. Frost im Frühjahr, Hagel im Sommer, Schneefall im Herbst, Schädlingsbefall: Die Liste an Schreckgespenstern für Obstbauern ist gespickt mit Extremereignissen, denen der Mensch nur bis zu einem gewissen Grad entgegensteuern kann. „No risk, no farm“, lautet daher ein Spruch, den Familie Ligges gerne und oft zitiert. „Er ist einfach so wahr! Wir arbeiten in und mit der Natur, was natürlich einige Herausforderungen birgt und uns in den vergangenen Jahren schon einige Male große Einbußen beschert hat. Dagegen haben wir uns mittlerweile mit mehreren Frostberegnungsanlagen und Hagelschutznetzen bestmöglich gerüstet.“ Wenn nach warmen Frühlingstagen also plötzlich Minustemperaturen prognostiziert werden, muss Wulf mit seinem kleinen Team eine Nachtschicht einlegen. Durch kontinuierliche Beregnung während des Frosts werden die Obstbäume zu bizarren Gebilden vereist. Dieser Vorgang setzt Energie in Form von Wärme frei und bewahrt die zarten Blüten vor dem Erfrieren. Auch die Hagelschutznetze spannt der Obstbauer höchstpersönlich über seinen Plantagen auf. Und nicht zuletzt werden Pflegemaßnahmen wie die Fruchtreduktion für einen hohen Anteil an Nährstoffen großteils per Hand und im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen getätigt. Genug Arbeit also, lang bevor ans Ernten zu denken ist ...

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Stück für Stück gepflücktes Glück

In einem guten Jahr trägt ein guter Baum bis zu zwölf Kilogramm Äpfel. Jeder einzelne davon wird händisch gepflückt und sortiert. Dabei müssen die Helferinnen und Helfer behutsam vorgehen: Apfel angreifen, mitsamt Stängel vom Ast drehen und vorsichtig ablegen – ein Bewegungsablauf, den Maschinen niemals so gut wie Menschen ausführen können. Auch den richtigen Zeitpunkt bestimmt die Erfahrung: „Wir ernten in zwei bis vier Pflückgängen pro Sorte, um ein optimales Reifestadium zu garantieren. Dann werden die Äpfel sofort in unseren Kühlhäusern gelagert, um das sortentypische Aroma und eine große Menge an sekundären Pflanzenstoffen zu garantieren“, erklärt Wulf. Auch in veredelter Form als Apfelsaft, Apfel-Karottensaft, knusprige Apfelringe oder Schnaps finden die Früchte seiner Arbeit viele begeisterte Abnehmer.

 

Zum Reinbeißen gut

In das Gütesiegel „Qualität Tirol“, das die Äpfel vom Ligges Obstbau tragen, fließt auch der schonende Umgang mit der Umwelt ein. „Wir arbeiten nach den Richtlinien der Integrierten Produktion. Das heißt, wir achten auf die Nützlinge im Apfelgarten, richten Nistkästen und Steinhaufen als Schlupfwinkel für Tiere wie Mauswiesel oder Nattern ein. Immer wieder stellen auch Imker ihre Bienenkästen rund um unsere Obstgärten auf“, erzählen Wulf und Angelika, die Pflanzenschutzmittel nur extrem sparsam einsetzen. Jederzeit einen Apfel ungewaschen direkt vom Baum essen zu können, lautet ihr Anspruch. Da greifen nicht nur ihre drei Kinder Theresa, Anna und Jonathan gerne zu. Auch Kindergartengruppen und Schulklassen lädt Familie Ligges immer wieder in den Apfelgarten ein, um die Wertigkeit von heimischen Lebensmitteln schon bei den Kleinsten zu fördern. Eine wichtige Botschaft, mitten aus dem Paradies. 

Facebook / Instagram: ligges.obstbau

A wie Apfel 🍎🍏 oder ausgezeichnet 😀

Die Produkte von Obstbau Ligges kommen nicht nur bei ausgesuchten Handels- und Kooperationspartnern gut an, sondern heimsen auch regelmäßig Preise ein:

Apfelsaft: Goldene Birne, Messe Wieselburg 2023, 2022, 2021, 2020, 2018, 2016, Alpen Adria Verkostung Mostbarkeiten Silber 2019, Landessieger Tirol GenussKrone 2016/2017

Apfel-Karottensaft: Goldene Birne, Messe Wieselburg 2019, 2021, 2022, 2023

Tiroler Apfelringe: Goldene Birne, Messe Wieselburg, 2023, 2022, 2021

Obstbau Ligges
Salzstraße 15
6403 Flaurling
43 650 555 6709
obstbau@ligges.at