„Nett, dass du uns zeigst, wie man ein Nest bastelt!“, sagt Greta zu Fredi. „Ich bastle keine Nester, ich baue Nester!“ Fredi flattert aufgeregt von Ast zu Ast. Endlich zeigt jemand Interesse an seiner Kunst. „Fredi ist ein wahrer Nestbaumeister“, bestätigt Tiroli. „Unter seiner Anleitung werden wir ein schönes Osternest bauen!“
„Brütet ihr Vögel auch Ostereier aus?“, fragt der kleine Franz. „Natürlich nicht, wir bebrüten die Eier, aus denen unsere Jungen schlüpfen“, berichtet Fredi und denkt: Bei diesen Kindern muss man ja ganz vorn anfangen, sie haben keine Ahnung von unserer Lebensweise. Er erzählt ihnen, dass Vogelnester einfach gebaut sein können, wie Taubennester, die nur aus quergelegten Zweigen bestehen. Und dass manche Vögel kleine Kunstwerke bauen: Schwanzmeisen verweben Moos, Grashalme, Pflanzenwolle und Flechten zu kleinen Nistkugeln mit seitlichem Eingang und polstern das Innere mit feinen Federn aus. Nachtigallen bevorzugen für den Nestbau Fasern, zum Beispiel von alten Brennnesselstängeln, und Stieglitze die Fruchthaare von Disteln. „Ich baue topfförmige, nach oben offene Nester aus vielerlei Material“, ziept Fredi. „Diese eignen sich bestimmt auch als Osternester.“